Ruderverein Wandsbek e.V.

Der morgendliche Blick aus dem Fenster bot eine trübe Aussicht: dicker Nebel waberte durch Hamburg. Aber es schneite oder regnete nicht, der Wind wehte nur sanft und auch die Temperatur war für Anfang November recht angenehm - also bestes Ruderwetter! Das graue Wetter wurde schon bald am Steg vom bunten Treiben der zahlreichen Boote auf dem Wasser überstrahlt. Zum Fari-Cup zog es dieses Jahr am 6. November wieder viele Ruderer aus Hamburg und von weiter weg auf das Wasser, um sich auf einer Strecke von 7,5 Kilometern (Achter) oder 4,3 Kilometern (Vierer) zu behaupten. Insgesamt 92 Vierer und 43 Achter tummelten sich auf der Alster. Der Ruderverein Wandsbek war mit fünf Vierern dabei.

Nach einem schnellen Kaffee wurden die Startnummern an den Booten und den Rücken der Bugleute befestigt und schon ging es aufs Wasser. Der Nebel hatte sich mittlerweile ein wenig gelichtet, aber trotzdem reichte die Sicht nicht weit. Die Boote gingen mit fliegendem Start und 30 Sekunden Abstand auf die Strecke. Der Kampf gegen die Uhr, die anderen Teams und den inneren Schweinehund begann. Die Rufe „RVW“ und „treten, ziehen…“ trieben uns an. Vielen Dank an dieser Stelle an die zahlreichen Unterstützer an der Strecke! Von der Krugkoppelbrücke war im Nebel das Cliff noch nicht zu sehen, und auch auf Höhe Rabenstraße ließ sich das Ende der Regattastrecke bei Favorite Harmonia nur als Schemen erahnen. Dann das Ziel – und Erschöpfung mischte sich mit Freude, die Strecke gut gemeistert zu haben. Auf dem laaaangsamen Rückweg zum Verein konnten wir die Achter
im Rennen beobachten. Vorsichtig den Achtern ausweichend tasteten wir uns den Kanal entlang
zurück zum heimischen Steg.

Dort erfuhren wir, dass es leider nicht alle Boote heil ins Rennen geschafft hatten. Eine Achtermannschaft aus Kiel konnte gar nicht erst starten, da sie auf etwas aufgefahren waren und ein großes Loch in das Boot gerissen wurde. Die Nummer 1 des Achters hatte Glück und konnte sich trocken ans Ufer retten; die anderen nahmen ein unfreiwilliges Bad in der Alster. Mit Hilfe eines Motorboots vom RVW wurde das havarierte Boot geborgen und an unseren Steg geschleppt. Und wir können bezeugen: Die Mannschaft hatte nicht etwa plötzlich Angst vor der Konkurrenz bekommen, sondern bei einem derart großen Loch im Boot ist das schnelle Aussteigen durchaus nachzuvollziehen. Es stellte sich heraus, dass ihnen wohl ein feststehender Metallpfahl zum Verhängnis wurde, der ein gutes Stück unterhalb der Wasseroberfläche endete und deshalb auch
nicht zu sehen war.

Bei der Siegerehrung im Vereinshaus von Fari wurde es am frühen Nachmittag sehr voll und kuschelig. Medaillen gab es für die RVW-Boote leider keine, aber jede Menge beachtliche Platzierungen und Zeiten: Michael fuhr in Rudergemeinschaft mit dem ARC Rhenus Bonn und dem ARV Kiel im Herren-Doppelvierer, Altersklasse A, auf den dritten Platz. Michael, Björn, Frank, Gerhard und Steuerfrau Alice holten im stark besetzten Rennen der Herren-Doppelvierer, Altersklasse C, den neunten Platz. Stephan, Daniel, Inken, Katjana und Steuerfrau Gisa freuten sich über den zweiten Platz bei den Mix-Doppelvierern der Altersklasse A. Eine Doppelbesetzung gab es im Rennen der Mix-Doppelvierer der Altersklasse E: Christoph, Lissi, Wolfgang, Petra und Steuerfrau Angelika fuhren auf den dritten Platz; Annemarie, Manfred, Michael, Gudrun und Steuerfrau Bärbel auf den vierten. Mit einem
wohlverdienten Bier stießen alle auf die Ergebnisse und das Ende eines schönen Regattatages an.

Bericht Katjana N.