Ruderverein Wandsbek e.V.

Blut – Schweiß – aber keine Tränen !

Ich glaube man kann es einfach mal so sagen: Wir waren heiß ! Heiß darauf, heute mal richtig abzuliefern. Die Bedingungen dafür waren gut. Alle fühlten sich topfit und selbst das bisher eher frostige Wetter verwöhnte die Seele mit strahlend blauem Himmel und den Körper mit angenehmen 18 Grad. Alle sind im Übrigen Stephan O., Ansgar, Björn, Matthias und Steuerfrau Ute.

Worum geht es bei der Dove-Elbe Rallye? Die Rallye wird auf einer 13 KM Wendepunkt-Strecke gefahren. Start ist am Bootshaus des RC Bergedorf, der die Rallye dieses Jahr mit seiner 100 Jahr Feier verbinden konnte, und führt bis zur Regattastrecke in Allermöhe.

Nach der Wende geht es dann zurück zum Bootshaus, allerdings nicht ohne bei KM 10 eine 500m Sprintstrecke einzustreuen, die gesondert gewertet wird. Wen wunderts, es gewinnt der Zeitschnellste! Aber: Lang- und Kurzstrecke werden unterschiedlich gewichtet. Auf der Langstrecke sammelst du jeweils für 10 gefahrene Sekunden 1 Punkt ein, auf der Kurzstrecke zählt jede Sekunde 1Punkt. Sieger ist das Team mit den wenigsten Punkten. Das könnte nochmal wichtig sein, ihr werdet es sehen.

Gut vorbereitet, die komplette Mannschaft hatte im Winter am Ergo-Cup teilgenommen und direkt nach Beendigung der ersten großen Eiszeit dieses Jahrtausends mit dem Training auf dem Wasser begonnen, stiegen wir in die Grünau, um gegen 8 weitere Mannschaften im Gig-Doppelvierer mit Steuerfrau anzutreten. Der Start erfolgt fliegend und so fuhren wir bereits flott über die Startlinie auf dem ersten sehr schönen, aber auch kurvenreichen, Teil der Dove-Elbe. Dass wir einige langsam fahrende Motorboote überholten, beeindruckte niemanden so sehr. Erst als wir nach etwa 4 KM das erste vor uns fahrende Boot, der Start erfolgt im Minutenabstand, überholten, stellte sich langsam ein gutes Gefühl ein.

Ute ließ keinen Zweifel daran, wer im Boot das Kommando hatte, brachte uns aber auch bei Gegenverkehr oder beim Überholen sicher an jedem Hindernis vorbei und wendete rasant um die blaue Boje. Und weil wir heute auch nichts geschenkt haben wollten, quittierte Ute jede aufkommende ruderische Agonie sofort mit geschwindigkeitsbringenden Anweisungen wie: Ruhig rollen, volle Länge, voller Druck !

An der Wende hatten wir dann das nächste vor uns fahrende Boot erreicht. Das motiviert und so brauchten wir noch etwa einen Kilometer, um sie vor den Augen unseres Zuschauers Harald und unseres Kameramanns Dirk zu überrunden. So langsam zeigte die Strecke Wirkung, hatten wir doch die kritische FARI-Cup Distanz erreicht und nur Utes unermüdliches und unerbittliches Anfeuern brachte uns zügig bis zum Start der Kurzstrecke.

Für die hatten wir uns einiges vorgenommen! Lange hatten wir diskutiert, ausprobiert und auch gerechnet. Das Ergebnis war eine relativ ruhige Schlagzahl bei Hammerdruck zu fahren. Das gelang uns gut und ließ uns mit 16 Km/h in 1:59 Min über die 500m fliegen. Drei ruhige Schläge zum Luftholen und dann ging es auf die letzten 2 Kilometer.

Da denkst du: Nun kann das Ziel auch kommen! Aber, wie, wen wunderts, auf der Hinfahrt auch, kommt nun Kurve um Kurve, bevor wir beim letzten Endspurt nochmal alles geben konnten. Mit einem Schnitt von etwas mehr als 14 Km/h meisterten wir die Strecke in 55:30 Minuten.

Schon gut erholt, gab es ein paar aufregende Minuten bei der Siegerehrung. Denn Boot um Boot wurde ausgezeichnet und wir hofften, lange nicht genannt zu werden. Letztlich waren die Rgm RG Hansa/Rot-Gelb und die Rgm RV Wandsbek/Lufthansa Sportverein e.V. noch nicht ausgezeichnet worden. Unsere Freude war groß als wir erfuhren, dass wir auf der Langstrecke zwar 10 Sekunden
(=1 Punkt) langsamer als die Konkurrenten waren, auf der Kurzstrecke aber 10 Sekunden (=10 Punkte) herausgeholt hatten.

Jetzt noch Kuchen, Wurst und Schnitzel und alle waren vollkommen glücklich und genossen den wunderbaren Tag. Selbst Ansgar entspannte sich und wir waren froh, dass er vor dem Rennen nicht ein paar Schafe auf der benachbarten Weide gerissen hatte.

Auch Annemarie, Susanne, Michael L., Manfred und Steuerfrau Sonja waren in ihrem Mixed Gig-Doppelvierer in 1:01:52 erfolgreich. Hier ihr Rennbericht:
„Wandsbek…vorfahren…und Start!“ – So lief der Start in Bergedorf. Unser Boot setzte sich mit langen kräftigen Schlägen in Bewegung. „Zu Beginn nicht so hoch mit der Schlagzahl“ lautete die Taktik, aber als eine Minute später unsere Gegner gestartet wurden, war das doch ein so starker Motivationsschub, dass wir schnell bei unserem Streckenschlag waren.

Unsere Gegner, das war die RG Geesthacht und unserer Rennen ein Master-Mix-Gig-Doppelvierer Altersklasse E, das ist ein Altersdurchschnitt von 55. Nach dem Start bogen wir in eine lange Rechtskurve, und der Gegner war verschwunden. Erst nach der Kurve kamen sie wieder hervor…waren sie dichter herangekommen? Hatten wir den Abstand gehalten? Oder waren wir davongezogen. Diese Fragen stellten wir uns wieder und wieder. Und dazu hat man ja genug Zeit, die Strecke in Bergedorf auf der Dove-Elbe ist 13km lang. Unsere Steuerfrau gab alles, uns zu motivieren, und wir hatten gelernt, dass es auf der langen Strecke wichtig ist die Kräfte einzuteilen und immer wieder den richtigen Rhythmus abzurufen. Das Boot „Seehase“ ließ sich durch das Wasser treiben.

Für die Schönheit des Marschlandes hatten wir keinen Blick, nur die Verfolger waren wichtig. Gegen Ende der ersten Hälfte hatten wir das Gefühl „es läuft gut…der Abstand wird größer…“. Dann die Wendemarke – wir hätten die Wende wohl noch öfter üben sollen!? Genial war die Wende nicht, aber auch Geesthacht war nicht viel besser. Und nach der Wende vergrößerten wir Schlag um Schlag den Abstand, bis – ja bis unmittelbar vor uns ein Motorboot aufdrehte und uns einige Wellen ins Boot schickte. Da war der Rhythmus etwas dahin, man braucht einfach wieder einige Zeit, um wieder hineinzukommen. Natürlich der Gegner war näher gekommen! Und dann auch gegen Ende des Rennens kamen sie immer näher, unser Endspurt wurde immer länger, bis die ersehnte Glocke ertönte…Dann die Spannung…Unsere Zeit: 1:01:52sec – 3 Sekunden vor dem Gegner.

Gewonnen!

Die siegreiche Mannschaft: Annemarie, Manfred, Michael, Susanne, Stf. Sonja.

2 Siege für den RVW! Bestens.

Never stop rowing.

Matthias & MiLi !

7 Kommentare

31.03.2012 13:24 xccdabuv
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29.03.2012 18:07 akdedp
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28.03.2012 18:34 Mihaela
Meinungsfreiheit und Pressefreiheit ist vollkommen iegitlm, aber dass muss dann auch ffcr beide Seite gelten die Facebook-Seite Christiane Tauzher eine Schande ffcr den Journalismus wurde von FACEBOOK gelf6scht!!!!Also entweder oder aber den einen das Maul verbieten geht nicht und der andere darf ungeniert le4stern das geht nicht!

04.05.2010 22:49 Ronny
...Ja, schöner Artikel/Fotos, ABER welch schönes RVW-Gesamtergebnis - Respekt und Glückwunsch an euch 10 Topscorer! Sollte mal ein Plätzchen Rückwärts zur Fahtrichtung frei werden, dann... ;-)

26.04.2010 21:33 Ansgar
Habt ihr mich nicht den ganzen Tag die Wolle aus meinen Zähnen puhlen sehen? :-) Schöner Artikel Beste Grüße Hat Spaß gemacht