Die Moselwanderfahrt unter der Leitung von Gisa und Rainer begann am 6. Juni mit der Anreise nach Trier. Dort warteten bereits die Boote, die wir von der Rudergemeinschaft Trier geliehen hatten. Zur Verfügung standen 3 Vierer, davon ein Riemenvierer, in gutem Zustand, die von der Rudergemeinschaft Trier zum Verleih für Wanderruderer bereitgehalten werden.
Anreise und Transport der 24 Teilnehmer erfolgten in acht privaten Autos. Die Verlegung der Autos zwischen den einzelnen Etappen und der Transport der Teilnehmer zu unseren Nachtquartieren durch den Landdienst erfolgte nach einem von Rainer ausgeklügelten komplexen Logistikplan, der auch nach dem zeitweisen Verlust einiger Autoschlüssel nur leichte Veränderungen erforderte.
Neben dem Landdienst gab es eine wechselnde Gruppe von Fahrradfahrern, die die Touren mit in Trier ausgeliehenen Fahrrädern begleiteten.
Nach der Übernachtung in der Jugendherberge Trier führte die erste Tour von Trier nach Trittenheim (35km) an grünen Weinbergen entlang. Bereits die erste Schleuse in Detzem war beeindruckend (über 10m Höhenunterschied). Es sollten noch viele weitere Schleusen folgen. Ebenso beeindruckend waren die Frachtkähne, die jedoch im Vergleich zu einigen kleinen Sportbooten und Ausflugsschiffen kaum Wellen verursachten.
In den nächsten drei Nächten schliefen wir dann sehr gut in dem Hotel „Zur Goldenen Traube“ in Traben-Trarbach, in dem wir außerdem hervorragend mit Frühstück, Lunchpaketen und Abendessen verpflegt wurden. Dies war insbesondere auch Gisas Bekanntschaft zu unserer Wirtsfamilie zu verdanken.
Am Montag ging es dann von Trittenheim 40km nach Kinheim und von dort aus am Dienstag weiter nach Bullay (34km). Am Dienstagabend gab es dann eine Weinprobe bei dem jungen Winzer Axel Emert in Traben-Trarbach mit einem interessanten Vortrag über den Mosel-Riesling und einer Führung durch die von ihm geführte und in den letzten Jahren modernisierte (u.a. Umstellung auf
Edelstahltanks, Schraubverschlüsse) Winzerei.
Am Mittwoch verlagerte sich die Übernachtung dann in unser letztes Quartier nach Treis-Karden in das „Schloß-Hotel Petry“, in dem wir auch gut umsorgt wurden. Auch die Rudertour ging von Bullay nach Treis-Karden (42km), wo die Boote während unseres „Kulturtages“ am Donnerstag liegen blieben.
Am Donnerstag wurde zunächst die Burg Eltz im Sturm erobert und der Nachmittag dann nach etwas Kaffee und Kuchen zum Ausruhen, Wellness oder Ausgehen in Treis-Karden genutzt.
Am Freitag fand die letzte Ruderetappe zwischen Treis-Karden und Koblenz statt. Dort wurden die Boote beim Koblenzer Ruderclub Rhenania aus dem Wasser genommen um am Samstag auf einem Hänger wieder nach Trier gefahren zu werden.
Während der ganzen Woche hatten wir Glück mit dem Wetter. Regen und Gewitter fanden im wesentlichen nachts, morgens und abends statt, nur einmal begann der Regen noch kurz vor dem Ende der Tour. Tagsüber gab es allenfalls ein paar kleine Schauer.
Die Rückreise von Treis-Karden nach Hamburg fand dann am Samstag, nach einer letzten Übernachtung in Treis-Karden und der gebührenden Ehrung Gisas und Rainers für ihre Leitung der Fahrt am Freitagabend, statt.
Malte
