Ruderverein Wandsbek e.V.

Da das Wetter schon den ganzen Tag weniger vielversprechend aussah, und zusätzlich ein Großteil der wirklich aktiven Vereinsmitglieder auf Wanderfahrt waren, fand sich ein kleiner, aber exklusiver Kreis, der Lust hatte, auch bei kühleren Temperaturen das Feuerwerk auf der Außenalster zu bewundern.
Im Vorwege stärkten wir uns mit Gegrilltem, was in Abwesenheit von Grillchef Björn glücklicherweise verletzungsfrei vonstatten ging. Nachdem die Temperaturen während des Grillens nicht erheblich gestiegen waren, besann sich eine ehemals Ruderwillige dann doch eines Besseren, was die Anzahl der potentiellen Teilnehmer auf angenehme 9 Personen reduzierte – der „Aurora“ stand also nichts mehr im Wege.
Der Hinweg gestaltete sich flott und relativ hindernisfrei. Wir eroberten uns ein nettes Plätzchen auf Höhe der Rabenstraße und ließen schon mal den ersten Sektkorken knallen. Anscheinend hatten sich viele vom Wetter abschrecken lassen, verglichen mit dem letzten Jahr war die Alster regelrecht leer. Natürlich gab es immer noch genügend Gruppen und Familien, die mit Kanus Ketten oder Inseln bildeten, in ihrer Bewegungsrichtung unberechenbar waren und mit fortschreitendem Abend immer lauter und unangenehmer wurden.

Mehrfach wurden wir im Vorbeirudern als „Angeber“ bezeichnet (wieso eigentlich? Waren wir zu schnell oder sahen wir einfach zu gut aus ;o), die Mannschaft eines Segelbootes versuchte uns davon zu überzeugen, dass die Sklaverei abgeschafft sei und wir als freie Menschen nach Hause gehen könnten – ihre Frage nach unserem „Trommler“ legte den Verdacht nahe, dass sie nicht zwischen Ruder- und Drachenboot unterscheiden konnten.
Wir nahmen’s gelassen und genossen das schöne und recht lange Feuerwerk. Als nach einer halben Stunde der letzte Böller verhallt und die letzte Rakete verglüht war, waren wir froh, uns wieder in die Riemen legen zu können.
Der Rückweg verlief, wie erwartet, nicht ganz so reibungslos, wie die Hinfahrt. Unbeleuchtete Kanus fuhren rechts, links und in der Mitte der Alster, niemand hielt sich mehr an Verkehrsregeln – das Rudern wurde regelrecht zu einem Strategiespiel. Henrik, der uns bis dahin sicher gesteuert hatte, bewahrte die Ruhe, wechselte allerdings vom höflichen ( „Das Kanu bitte rechts fahren!“) zum energischen Tonfall („Kanus zur Seite!“).
So kamen wir und das Boot heil am Verein an. Alle waren einhellig der Meinung: Das war ein schönes Erlebnis! Und es hat nicht einen Tropfen geregnet;o)!!!

Christina

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