Tagesausfahrt zum Nikolai-Fleet – Pfingst-Sonntag 31.05.2009
Pünktlich um 8:45 Uhr hatten wir uns am Sonntagmorgen am Bootshaus getroffen. Es hatten sich für diese Veranstaltung 20 Leute angemeldet, die sich nach der Bootseinteilung von Michael auf 4 Boote verteilten; die Spree, die Flensburger Förde, der Wandsbeker Bote und der Tatterich – ein Boot von den Teichwiesen - wurden startklar gemacht. Vorher hatte uns Michael die Route und uns den zeitlichen Ablauf erklärt.
Nun konnte es losgehen, die Boote und die Besatzung waren bereit. Bei wunderschönem Mai-Wetter legten wir ab und fuhren hintereinander weg – noch waren nur sehr wenige Menschen unterwegs - die Alster hinunter bis wir eine “Zwangs-Pinkelpause“ bei FARI an der Außenalster einlegten – dort hatten sich einige Ruderer/innen in der Sicherheitsschleuse im dortigen Vereinshaus selbst “gefangen“ – doch nach kurzer Zeit wurden sie aus dieser misslichen Situation befreit.
Bei wenig Wind und kaum Wellengang kamen wir über die Binnenalster, vorbei an den Alsterarkaden zur ersten Schleuse – ein Boot war verspätet und der Schleusenwärter wollte schon die ersten 3 Boote schleusen, da kam die Spree doch noch um die Ecke gebogen, so dass alle 4 zusammen durchgeschleust wurden. Jedes Boot bedankte sich bei dem Schleusenwärter mit einem dreifachen “Hipp Hipp Hurra“ für seine getane Arbeit. Wir setzten die Reise fort und fuhren den Alsterfleet weiter hinunter bis zur zweiten Schleuse – auch hier das gleiche Prozedere. Nachdem die Schotten aufgingen fuhren wir auf den Binnenhafen hinaus, um dann gleich wieder links in den Nikolaifleet einzubiegen.
Hier “draußen“ gab es merklich höhere Wellen und sehr viele Ausflugsbarkassen und sonstige Wasserfahrzeuge. Also Augen auf im Bootsverkehr! Im Nikolaifleet angekommen war es wieder ein wenig ruhiger; wir bestaunten die schönen windschiefen historischen Fachwerk-Häuser (wir schauten auf die Rückseite der Deichstraße) und fuhren unter der Trostbrücke hindurch bis kurz vor die Hamburger Börse. Da das Wasser sehr niedrig war und dementsprechend die Spundwände sehr hoch, wurde sich für Pick-Nick auf dem Wasser entschieden. So wurden die Stullen, Kekse, Würstchen und sonstige Leckereien ausgepackt und sich gestärkt (Anmerkung der Redaktion: Es wurde natürlich auch während des Ruderns gegessen vornehmlich Haribo und ähnliches Gesundes).
Bekanntermaßen rostet wer rastet – so griffen wir wieder zu Riemen und Skulls und fuhren mutig zurück – es wurden weitere Ausflugsdampfer und andere Boote von anderen Wassersportlern gesichtet – es wurde etwas enger auf den Wasserstraßen. Wir beschlossen durch die Speicherstadt zu fahren, vorbei an den Teppichlagern, Gewürzlagern, Privat-Lofts und sonstigen Touristenattraktion des Hamburger Hafens. Nun hatten sich der Elbreeder “Rainer Abicht“ doch mit seiner ganze Flotte aufgemacht, um uns RVW’lern nasse Füsse zu verschaffen – es wurden also immer mehr Ausflugsdampfer (es war ja Pfingsten) – und das ein und andere Boot musste beim anschließenden Schleusen-Stop ordentlich Wasser schöpfen.
Wir machten uns also auf den Rückweg, nach der ersten folgte die zweite Schleuse, die wir alle mit Bravour meisterten, Michael bezahlte das Schleusen-Geld und wir hielten nochmals bei FARI zwecks Pause an. Der Wind und die Wolken nahmen zu und auf der Binnenalster war in der Zwischenzeit halb Hamburg auf dem Boot. Wir legten uns also final für die letzte Etappe ins Zeug und kamen alle gesund gegen 14:30 Uhr am RVW Steg wieder an. Ein sommerlicher Tag mit vielen Eindrücken, schönen Gebäuden und einer tollen 22 km langen Tour durch Hamburgs Wasserstrassen ging zu Ende.
Maik



