Was bestimmt ein Mitglied des RVW, diese Riesenstrecke zurückzulegen, um in Südamerika zu rudern? Die Einladung war einfach zu verlockend - also mit der LH nach Buenos Aires, mit dem Fährschiff weiter nach Colonia de Sacramento und ein paar hundert Kilometer durchs Land nach Paysandu, unserem Treffpunkt und Start.
Rainer, unser Organisator, hat tatsächlich in UY ein Kirchboot aufgetrieben, mit dem wir jetzt ca. 1 Woche auf dem Rio Uruguay rudern werden.
Nur ganz selten ein kleiner Ort am Ufer ( Uruguay ist halb so groß wie Deutschland, hat aber nur 3 Mio Einwohner, davon die Hälfte in Montevideo). Zum Mittag suchen wir uns jeweils einen kleinen Sandstand am Ufer. Verpflegung und Wein kommt mit dem kleinen Motorboot unseres Gastvereins aus Fray Bentos zur Lunchzeit angetuckert. Strahlender Sonnenschein, ca. 25 Grad im nicht vorhandenen Schatten, das Wasser meist nicht weniger als 23 Grad - das läßt uns die Tage genießen.
Überall werden wir sehr herzlich empfangen, meist sogar noch von der örtlichen Presse, für die ein Boot mit einer Crew aus 11 Nationen eine Seltenheit ist.
Zum Abschluss noch zwei Tage auf dem Rio Negro stromaufwärts. Zielpunkt ist für uns Villa Soriano, der älteste Ort Uruguays, von den Spaniern gegründet. Fazit: eine Tour, die sich trotu der Mühen für An- und Abreise wirklich gelohnt hat. Mal sehen, wohin es uns nächstes Jahr ziehen wird.
Euer Klaus A.
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